Strandkorbgespräch 2026

Ostholsteins Tourismus bleibt auf Erfolgskurs: Austausch der Tourismusbranche beim Strandkorbgespräch in Grömitz

Bei spätsommerlichem Wetter begrüßte der Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Sebastian Schmidt erneut zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Tourismusbranche aus Ostholstein zum traditionellen Strandkorbgespräch. Als Gast am Grömitzer Strand konnte er wie bereits im vergangenen Jahr Julia Carstens, die für Tourismus zuständige Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, begrüßen.

Positive Nachrichten brachte zu Beginn der Veranstaltung Karsten Marzian, Geschäftsführer des Jobcenters Ostholstein, mit. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es inzwischen rund 800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr in Ostholstein. Gastronomie und Hotellerie haben dazu mit rund 100 zusätzlichen Arbeitsplätzen beigetragen. Die Branche weist zudem weiterhin eine hohe Ausbildungsbereitschaft auf, während auch die neu eingeführte Aktivrente gut angenommen wird. Besonders erfreulich ist die langfristige Entwicklung der Einkommen: Die durchschnittlichen Verdienste in Gastronomie und Hotellerie liegen heute rund 1.000 Euro monatlich höher als noch vor zehn Jahren.

Auch Staatssekretärin Julia Carstens konnte von einer positiven Entwicklung des Tourismus berichten. Die Gäste- und Übernachtungszahlen in Schleswig-Holstein entwickeln sich weiterhin erfreulich, wobei Ostholstein erneut besonders gut abschneidet. Die Ostseeküste verzeichnet dabei ein stärkeres Wachstum als die Nordseeküste. Gleichzeitig zeigen aktuelle Erhebungen eine überdurchschnittlich hohe Gästezufriedenheit. Auch die Zufriedenheit der Beschäftigten in der Tourismusbranche ist laut einer aktuellen Untersuchung erfreulich hoch.

Daneben wurden die Herausforderungen für die Branche diskutiert. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie die touristischen Orte auch für die Menschen, die dort leben und arbeiten, attraktiv und bezahlbar bleiben können. Mit Blick auf die geplante Novellierung der Landesbauordnung wurde insbesondere über Möglichkeiten zur Sanierung und Lückenbebauung gesprochen. Einigkeit bestand darin, entsprechende Instrumente nicht allein auf Ballungsräume zu beschränken, sondern auch den Küstenorten mehr Möglichkeiten zu geben. Gerade dort sind Wohnraum und Mitarbeiterunterkünfte knapp und teuer. Auch für die Entwicklung kleinerer Ortsteile brauche es mehr Spielraum, damit diese lebendig bleiben und nicht weiter an Einwohnern und Infrastruktur verlieren.

Breiten Raum nahm zudem die Verkehrssituation ein. Baustellen führen bereits heute in einzelnen Ortschaften zu erheblichem Ausweichverkehr. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie durch eine bessere Verkehrslenkung verhindert werden kann, dass kleinere Orte zu unfreiwilligen Umfahrungsstrecken werden. Mit Blick auf die kommende Baustelle für die Hinterlandanbindung der Fehmarnbeltquerung stellt sich zudem die Frage, wie Besucher frühzeitig und verständlich über Einschränkungen informiert werden können.

Auch die Entwicklung der Bäderbahn wurde intensiv diskutiert. Die Teilnehmer begrüßten die entsprechenden Ankündigungen der Landesregierung, machten aber zugleich deutlich, dass politische Bekenntnisse mit konkreten Planungen und einer belastbaren Perspektive hinterlegt werden müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft des Tourismus unter den Bedingungen des Klimawandels. Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Hitze könnte Schleswig-Holstein als vergleichsweise kühles Reiseziel künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig muss sich die Branche auf veränderte klimatische Bedingungen einstellen. Diskutiert wurden daher auch die weitere Ausgestaltung der Tourismusstrategie des Landes und mögliche Maßnahmen zur Klimaanpassung. Staatssekretärin Carstens kündigte zudem eine Kampagne zum Thema Schwarzwasser an.

Zum Abschluss dankte Sebastian Schmidt der Staatssekretärin für ihren Besuch sowie dem Hotel Strandidyll um Geschäftsführer Olaf Dose-Miekley für die Organisation vor Ort. Auch unterstrich er die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs mit der Tourismusbranche und lud die Teilnehmer bereits für das kommende Jahr wieder zur Teilnahme ein.